Deutsche Meisterschaft 49er
Deutsche Meisterschaft 2008
Nachdem ich seit einem Jahr nicht mehr auf einem 49er gestanden hatte, hoffte ich auf die Gelegenheit für eine Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft, zumal sie in diesem Jahr in meinem Wohnort Hamburg auf der Außenalster beim NRV ausgetragen wurde. Das Schiff GER 3 vom KYC stand zur Nutzung zur Verfügung und Wolf Jeschonnek (HYC) – der ebenfalls seit einem Jahr keinen 49er mehr bestiegen hatte – sagte spontan zu, als Vorschoter einzuspringen.Wegen der langen Trainingspause und der fehlenden gemeinsamen Erfahrung konnten wir nur schwer einschätzen, wie wir im Vergleich zu den anderen Teilnehmern liegen würden. Insgesamt waren 20 Crews gemeldet, darunter einige erfahrene Teams, aber auch viele Ein- und Umsteiger, die in der letzten Zeit jedoch viel trainiert hatten.
Der Wetterbericht ließ schon erahnen, dass es eine „herbstliche“ Meisterschaft werden würde. So kam es dann auch. Es wurden 10 Wettfahrten bei größtenteils frischen Winden, z.T. Regen und Hagel und sehr ungemütlichen Temperaturen ausgetragen.
Wolf und ich verstanden uns an Bord auf Anhieb gut und merkten die vorherige Pause kaum. Wir kamen mit den Bedingungen bestens zurecht, und wir konnten uns nach dem zweiten Wettkampftag an die Spitze des Feldes setzen, nachdem der erste wegen zu starken Windes ausgefallen war. Diese Führung gaben wir während des Wettkampfs nicht auf und lagen vor dem Medal Race der besten zehn punktgleich mit Team Briesenick-Pudenz/Massmann auf Platz eins. Es lief folglich auf ein Duell zwischen uns hinaus, bei dem derjenige die Regatta gewinnen würde, der im Medal Race vorne lag, vorausgesetzt man würde nicht noch von einem der anderen Verfolger überholt werden.
Start zur Wettfahrt 3, die wir (GER 3) für uns entscheiden konnten
Im Medal Race gab es wieder starken Wind um die 20 Knoten. Da wir damit auch an den vorherigen Tagen bestens zurecht gekommen waren, verließen wir den Hafen sehr zuversichtlich und hoch motiviert für das finale Rennen. Leider mussten wir kurz vor dem Startsignal noch mal von der Linie abdrehen und verpassten einen optimalen Start, so dass wir als letzte an der ersten Luvtonne ankamen. Durch einige Fehler der anderen und ein sauber gesegeltes Rennen unsererseits gelang uns jedoch eine sensationelle Aufholjagd, während derer wir bis auf den ersten Platz vorfahren konnten. Wir gewannen das Rennen mit nur wenigen Bootslängen Vorsprung vor Team Briesenick-Pudenz/Massmann und damit auch die gesamte Meisterschaft.
Ein großer Dank geht an den KYC, der uns das Schiff zur Verfügung stellte, an den NRV, der eine perfekte Regatta organisierte sowie an die Sponsoren Audi und Seiko, die die Veranstaltung finanziell und materiell erheblich unterstützt haben.
Florian Kemper
Wolf Jeschonnek
Verfasst am 21.11.2008
